Am 31. Juli 2025 feierte Apostel Andreas Sargant den Gottesdienst in der Gemeinde Prien mit dem Wort aus Offenbarung 19, Vers 7: „Lasst uns freuen und fröhlich sein und ihm die Ehre geben; denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Frau hat sich bereitet.“ Zu diesem besonderen Gottesdienst waren auch die Gemeinden Rosenheim, Bad Aibling und Trostberg eingeladen.
Wenn die Bibel von der Verbindung zwischen Gott und den Menschen spricht, greift sie häufig das Bild eines Paares auf. Im Alten Testament wird das Volk Israel als die vom Herrn erwählte Braut dargestellt – und Gott als der treue Ehemann, der seinem Bund mit ihr auch dann nicht den Rücken kehrt, wenn sie sich von ihm abwendet.
Im Neuen Testament beschreibt sich Jesus Christus selbst als der Bräutigam, dem die Kirche als seine Braut angehört. Diese eindrucksvollen Bilder machen deutlich: Die Beziehung Gottes zum Menschen gründet sich auf Liebe. Die Hochzeit symbolisiert die erste Auferstehung – jenen Moment, in dem die darauf vorbereiteten Gläubigen in die vollkommene Gemeinschaft mit Christus treten: für immer bei ihm, eins mit ihm.
Die vollkommene Gemeinschaft mit Christus und die freudige Erwartung seiner Wiederkunft standen im Mittelpunkt der Predigt. Dieses Ziel ist das Herzstück unseres Glaubens. Doch wie stark prägt es noch unseren Alltag? Brennt diese Hoffnung noch in uns?
Apostel Sargant gab die ermutigende Einladung, sich (wieder mehr) mit dem Glaubensziel zu beschäftigen – mit Herz, Verstand und neuer Begeisterung. Es war ein Ruf zur geistlichen Ausrichtung, zur persönlichen Vorbereitung und zur Freude auf das, was kommt: die ewige Gemeinschaft mit Christus.
Die Zeit bis zu seiner Wiederkunft ist keine Zeit des bloßen Wartens, sondern eine Phase bewusster Vorbereitung. Dazu wählte unser Apostel ein einprägsames Beispiel aus dem Sport. Ein Marathonläufer gewinnt sein Rennen nicht durch gelegentliches Training oder zufälliger Einnahme von Pulvern. Er folgt einem konsequenten, gut durchdachten Vorbereitungsplan. Ebenso brauchen auch wir ein geistliches Vorbereitungsprogramm, das uns Schritt für Schritt unserem Ziel näherbringt: der vollkommenen Gemeinschaft mit Christus.
Unser „Vorbereitungsprogramm“ lässt sich in fünf Kernaussagen zusammenfassen:
Der Bezirksvorsteher Thomas Stampf ging in seinem Predigtbeitrag nochmal auf das Bild des Hochzeitpaares ein und ergänzte anschaulich: „Wenn ein Paar heiratet, hat die Braut vor der Hochzeit kein anderes Thema als die Hochzeit.“
Ein besonderer Moment des Gottesdienstes war das Sakrament der Heiligen Versiegelung: Das jüngste Gemeindemitglied empfing die Gabe des Heiligen Geistes.
Mit spürbarer Freude und tiefer Dankbarkeit erlebte die Gemeinde diese bewegenden Momente göttlicher Heilsvermittlung.
Bericht: Rita Sandig, Fotos: Kevin Sargant