Schöne gelebte Gemeinschaft im Kreis von Schwestern und Brüdern war auch dieses Mal wieder ein Kennzeichen des Seniorengottesdienstes, den am Sonntag, 18. August 2024, unser Bezirksältester Thomas Stampf mit uns feierte.
Schon frühzeitig begrüßte eine Instrumentalgruppe von sechs Spielerinnen und Spielern auf Blasinstrumenten und Kontrabass mit einem wohltuenden, Freude ausstrahlenden Vortrag alle ankommenden Geschwister. Auch Orgelspiel und Chorgesang bereiteten freudig und feierlich auf den Gottesdienst vor.
Bezirksvorsteher Thomas Stampf diente mit dem Bibelwort aus Apostelgeschichte 2, Vers 42: „Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.“ Zu Beginn hieß er auch besonders alle Kinder, Jugendlichen und jüngeren Geschwister willkommen, die an diesem Gottesdienst in Bad Reichenhall teilnahmen: „Das Wort ist auch für Euch, es gilt für jede Altersgruppe.“ Ebenso wandte er sich den Geschwistern zu, die über IPTV oder Telefon angeschlossen waren.
Besonders beschäftigte ihn in der Vorbereitung auf den Gottesdienst das Wörtchen „aber“ im Bibeltext. Es drückt aus, dass die ersten Christen ihren Glauben gelebt haben trotz mancher Widerstände und Gefahren. Heute werden wir in unserem Land nicht wegen unseres Glaubens verfolgt. Dennoch könnte auch uns manches „verfolgen“: Krankheit, Trauer, Vorwürfe, die man sich macht, weil eigene Kinder nicht mehr die Gottesdienste besuchen usw. Wir wollen aber dennoch beständig bleiben.
... in der Lehre der Apostel. Sie verkündigen die frohe Botschaft Jesu Christi und bereiten auf die Wiederkunft Jesu vor. Dieses Evangelium will im Glauben aufgenommen werden. Jesus hatte nie eingefordert, dass wir alles verstehen, wohl aber zu glauben.
... in der Gemeinschaft. Wir wollen alles teilen, vor allem auch Trauer, Belastungen, Schwierigkeiten, auch Freude und Glück. Das stärkt die Gemeinschaft.
... im Brotbrechen. Machen wir uns immer bewusst, dass Jesus zu Brot und Wein hinzutritt und wir seinen Leib und sein Blut aufnehmen dürfen. Er hat dieses Opfer am Kreuz für uns gebracht.
... im Gebet. Das Gebet ist kein Wunschkonzert, aber eine wertvolle Kommunikation mit unserem Gott. Er antwortet mit Frieden, Sicherheit und Kraft.
Zu einem Predigtbeitrag wurde Priester Peter Stürzer, Vorsteher der Gemeinde Töging, gebeten. Es wurde Heiliges Abendmahl in der großen Gemeinde gefeiert und nach Gebet und Schlusssegen bat Bezirksvorsteher Thomas Stampf den „Zeremonienmeister“ Jürgen Schubert (Bezirksseniorenbeauftragter) um die weiteren Informationen. In kochgemäßer Verkleidung machte er seine Ansagen und so ging es nach einigen Chor-, Orgel- und Orchestervorträgen sowie einem Gedichtvortrag und einer „bayerischen Erinnerung“ zum zweiten Teil über.
Es gab reichhaltig zu trinken und zu essen, auch Fränk‘schde Bradwürschd und viel Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch. Entgegen der „greislichen“ Wettervorhersage blieb es bis zum Ende des Zusammenseins trocken und sonnig, aber nicht zu warm – ein weiterer Grund, dankbar zu sein und mit viel neuer Kraft und Freude in die zukünftige Zeit zu gehen.
Vielen Dank an alle, die zu dem Gelingen dieses Tages beigetragen haben!
Bericht: Doris und Rüdiger Boll, Fotos: Jürgen Schubert, Otmar Seubert