An der Kriegsgräberstätte des städtischen Friedhofs fand auch in diesem Jahr am Volkstrauertag wieder eine Gedenkfeier statt, in der der Opfer von Krieg, Terror und Gewalt gedacht wurde.
Unter dem Eindruck der beiden Weltkriege wurde der Volkstrauertag 1952 eingerichtet. Das Gedenken umfasst aber auch die vielen Menschen, die bis in unsere Tage weltweit Opfer von Gewalt und Krieg, Hass und Verfolgung werden.
Nach einer denkwürdigen Ansprache des Oberbürgermeisters Andreas März, in der er von dem Krieg als „Zerstörer aller Dinge“ sprach – „jeder Krieg kennt am Ende nur Verlierer“ – und zu einem besonnenen Umgang mit den gegenwärtigen Bedrohungen aufrief, folgte ein Beitrag der christlichen Ökumene.
Die Pastoralreferentin Hannelore Maurer von der römisch-katholischen Kirche trug aus Psalm 60 vor, Hirte i. R. Rüdiger Boll las aus Lukas 21, Verse 8 bis 11 und Vers 19. Anschließend folgte die Ansprache von Dr. Bernd Rother, Pastor der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde in Rosenheim (Erlöserkirche). Dr. Rother sprach darüber, wie nah uns das weltweite Kriegsgeschehen durch die Medien vor Augen geführt wird. Auch Jesus spricht von diesen tiefgreifenden Umbrüchen, bei denen einem angst und bange werden kann. Aber er versucht auch zu ermutigen. Wer bietet Halt? Wem kann ich trauen? Was führt zum Leben, zur Wahrheit, zur Liebe? Jesu Worte ermutigen uns, dass Gott die Welt nicht verlassen hat, sondern seinen Beistand anbietet. Die Fürbitten zum Frieden trugen drei Mitglieder des Rosenheimer Jugendbeirats vor, sie mündeten in das gemeinsam gesprochene Vaterunser.
Das Gedenken wurde musikalisch feierlich umrahmt von der Rosenheimer Stadtkapelle und klang nach den würdevollen Kranzniederlegungen mit der Bayernhymne und der Nationalhymne aus.
Bericht: Rüdiger Boll, Foto: Innpuls.me