Gemeinsam mit dem Apostel das alte Jahr beschließen und mit dem Bischof das neue Jahr beginnen – das war das „Programm“ für vier Gemeinden des Bezirks Rosenheim.
Eingeladen in die Kirche Rosenheim waren dazu – neben den Rosenheimern – auch die Geschwister aus Bad Aibling, Prien und Trostberg. Apostel Andreas Sargant diente in dem Jahresabschlussgottesdienst am Sonntag, 29. Dezember 2024, mit dem Wort aus Offenbarung 22, 17:
„Und der Geist und die Braut sprechen: Komm!“
Am Ende des Jahres sind wir sehr dankbar, sagte unser Apostel. Die Dankbarkeit ist auch ein Schlüssel zum Verständnis der Größe und Allmacht unseres Gottes. Er ging auf das Motto des vergangenen Jahres ein „Beten wirkt“ und leitete über zum Bibelwort: Quintessenz unseres Gebets ist die Bitte um die Wiederkunft Jesu. So richten wir unseren Blick immer wieder auf die verheißene Zukunft. „Der Durchschnitt redet über das Wetter, die Kleinen reden über die anderen, die Großen über die Zukunft.“
Zu Predigtbeiträgen wurden Bezirksältester Thomas Stampf und Priester Gerd Wolferstetter, Vorsteher der Gemeinde Trostberg, aufgerufen. Sie wiesen darauf hin, dass Beten Frieden in der Seele bewirkt, auch wenn unsere Bitten von Gott nicht immer erfüllt werden. Jesus ist das A und das O, er wird das letzte Wort sprechen, das ist unser Trost in allen Verhältnissen. Auch wenn inzwischen Jahrhunderte vergangen sind, lehrt uns unser Glaube, dass Jesus wiederkommen wird.
Aus der Gemeinde Prien empfing eine Glaubensschwester das Sakrament der Heiligen Versiegelung, bei der Gabe Heiligen Geistes durch Handauflegung des Apostels gespendet wird. Zum Schluss ordinierte Apostel Sargant Bruder Philipp Neumeier ins Diakonenamt für die Gemeinde Rosenheim. Dies löste bei den Geschwistern natürlich besondere Freude aus.
Eine Woche später, am 5. Januar 2025, kam dann Bischof Paul Hepp trotz widriger winterlicher Wetterverhältnisse nach Rosenheim und feierte mit der versammelten Gemeinde den Gottesdienst zum Jahresbeginn. Er stellte ihn unter das Bibelwort aus Galater 6, 9. 10:
„Lasst uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht nachlassen. Darum, solange wir noch Zeit haben, lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen.“
Er ging zu Beginn auf das Chorlied ein: „Kommet her ...“, das mit den Worten schließt: „... er liebt dich so sehr.“ Dies ist Grundlage unserer Beziehung zu Gott. Unser Stammapostel übermittelte uns als Jahresmotto: Es ist Zeit, Gutes zu tun. Fangen wir damit in unserer Familie, in unserer Gemeinde an, und wenn uns das gelingt, lasst es uns weitertragen. Für Versöhnung ist es höchste Zeit. Gott schenkt uns auch in 2025 manche Begegnungen mit anderen Menschen – wo können wir dann Gutes tun wie der barmherzige Samariter? Gutes zu tun setzt Veränderung in uns voraus und dies ist oft keine so leichte Aufgabe. Zu Predigtbeiträgen wurden Bezirksevangelist Michael Breiding und Evangelist Günther Schulz (Bezirksvorsteher und Vertreter des Kirchenbezirks München-Nord) und Hirte Heinz-Peter Hungbaur (stellvertretender Bezirksvorsteher des Kirchenbezirks Rosenheim) gerufen.
Insgesamt ist festzuhalten, dass dies ein besonderer Jahreswechsel war, der uns mit neuem Mut in die Zukunft gehen lässt.
Bericht: Doris und Rüdiger Boll, Fotos: Harald Löser