Der Gemeindechor hatte mal Pause am zweiten Adventssonntag, 8. Dezember 2024, in Rosenheim. Diesen Gottesdienst, zu dem auch die Gemeinde Bad Aibling eingeladen war, umrahmte das Orchester des Kirchenbezirks Rosenheim.
Es ist ja nicht so groß, das Bezirksorchester unter der Leitung von Priester Thomas Straßer. Aber es ist von den Instrumenten her recht vielfältig und war für die zuhörenden Geschwister und Gäste ein echter Genuss. Es verlieh dem Gottesdienst einen zusätzlich erhebenden Charakter und bereitete den beiden Gemeinden sichtliche Freude.
Das Orchester spielte einige bekannte Stücke zum Advent wie „Machet die Tore weit“ (Chorbuch Nr. 10) und „Mit Ernst, o Menschenkinder“ (Dich loben wir Nr. 4). Besonders eindrucksvoll war zu Beginn des Gottesdienstes das Lied „Make me a channel of Your peace“ (= Mache mich zu einem Kanal / Überbringer deines Friedens) (Dich loben wir, Ertgänzungsheft Nr. 8) mit einem berührend vorgetragenen Sopransolo. Zum Ausklang des Gottesdienstes wurde schwungvoll das Lied „We shall be glad“ (Dich loben wir, Ergänzungsheft Nr. 16) vorgetragen, in dem es im Refrain so schön heißt:
„We shall be glad at the end of all our labours,
So glad, when we hear our Savior call,
When all our fears are forgotten in the presence
Of Jesus Christ, the One, who saves us all.”
Den Gottesdienst feierte Priester Holger Fieß, der Gemeindevorsteher von Bad Aibling, mit dem Bibelwort aus Lukas 1, 52 und 53:
„Er stößt die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen. Die Hungrigen füllt er mit Gütern und lässt die Reichen leer ausgehen.“
Es ist dem Lobgesang Marias, dem Magnificat, entnommen und erschließt sich besonders in der Haltung der Maria Gott gegenüber, die so deutlich zum Ausdruck kommt in ihrer Antwort auf die Botschaft des Engels Gabriel: „Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast“ (Lukas 1, 38). Dieses demütige Vertrauen, dieses hoffnungsvolle Aufschauen zu Gott, dem Allmächtigen, war der Schwerpunkt des Gottesdienstes, auf den auch die beiden Priester Thomas Straßer und Christian Ott in ihren Predigtbeiträgen eingingen. Das Bibelwort ist so gesehen keine visionäre, ungewisse Vorstellung, sondern Gott wird dafür sorgen, dass es sich erfüllt, obwohl dieser „Umbruch“ heute keineswegs abzusehen ist. Wir wollen dieses Vertrauen in das Wirken Gottes nicht wegwerfen. Die demütige Haltung gegenüber dem Allmächtigen eröffnet uns seine Gnade, so wie es auch das Gleichnis vom Pharisäer und Zöllner lehrt.
Bericht: Doris und Rüdiger Boll, Fotos: Harald Löser