Die neuapostolische Gemeinde in Prien a. Chiemsee blickte am Sonntag, 3. Mai 2026, auf ein besonderes Jubiläum zurück: Vor 60 Jahren wurde mit dem ersten dauerhaft genutzten Gottesdienstraum der Grundstein für das Gemeindeleben vor Ort gelegt.
Am 1. Mai 1966 entstand in einem Wohnhaus in der Schützenstraße 4 ein geeigneter Versammlungsraum. Auch wenn bereits zuvor Gottesdienste in Prien stattfanden – unter anderem Anfang der 1960er Jahre in der ehemaligen Jugendherberge – markiert dieser Schritt den eigentlichen Beginn der Gemeinde. Mit dem Raum in der Schützenstraße erhielt sie erstmals eine stabile Heimat.
Das Jubiläum wurde mit einem festlichen Gästegottesdienst gefeiert, zu dem zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus verschiedenen christlichen Konfessionen gekommen waren. Gemeinsam wurde Gottesdienst gefeiert, der Austausch gepflegt und die Verbundenheit im Glauben gestärkt.
Im Mittelpunkt stand ein Wort aus der Apostelgeschichte (4,12):
„Und in keinem andern ist das Heil, auch ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden.“
Die Botschaft ermutigte dazu, Jesus Christus bewusst in die Mitte des eigenen Lebens zu stellen. Gerade in einer Zeit, in der gesellschaftliche Entwicklungen oftmals andere Wege nahelegen, ist es ein starkes Zeichen, mutig, standhaft und im Glauben verwurzelt zu bleiben. Zugleich wurde daran erinnert, dass auch die Anfangsjahre der Gemeinde von Herausforderungen geprägt waren – und jede Zeit ihre eigenen Aufgaben mit sich bringt.
Im Anschluss an den Gottesdienst bot sich bei Kaffee, Kuchen und herzhaften Speisen die Gelegenheit zu vielen persönlichen Gesprächen in herzlicher Atmosphäre. Eine Präsentation zur Geschichte der Gemeinde ließ die vergangenen Jahrzehnte lebendig werden und weckte bei vielen Gästen Erinnerungen an gemeinsame Erlebnisse und prägende Momente.
So wurde das Jubiläum nicht nur zu einem Rückblick, sondern auch zu einem Ausdruck lebendiger Gemeinschaft – getragen von Dankbarkeit für die Vergangenheit und Zuversicht für die Zukunft.
Bericht: Rita Sandig