Eigentlich war Bezirksapostel Martin Rheinberger angekündigt, doch der war leider erkrankt. Aber die Freude und feierliche Stimmung blieb erhalten, denn nun feierte Apostel Andreas Sargant gemeinsam mit Bischof Paul Hepp den Gottesdienst am 30. September 2026 in Rosenheim. Am Ende des Gottesdienstes wurden drei Geistliche ordiniert.
Nach dem Eingangslied „Bei dir, Jesus, will ich bleiben“ las der Apostel als Grundlage für den Gottesdienst das Bibelwort aus Johannes 15, Verse 3 und 4 vor:
„Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe. Bleibt in mir und ich in euch.“
Nach dem Chorlied „Du bist unser Licht“ sagte Apostel Sargant im Zusammenhang mit der Verhinderung unseres Bezirksapostels, dass eben manche Dinge anders kommen als geplant und erwartet, aber Gott ist und bleibt bei uns als ein hell leuchtendes Licht in unserem Leben.
Das Bild vom Weinstock in Johannes 15 konnten die Menschen damals gut verstehen, es stammte aus ihrem Alltag. Dazu gehörte auch die „Reinigung“ der Weinreben, damit sie mehr und bessere Frucht bringen. Keine Rebe kann die Frucht aus sich selber bringen, sondern die Kraft dazu kommt aus dem Weinstock. Jesus bezeichnet sich als den Weinstock und Gott, den Vater, als den Weingärtner, der die Reben reinigt. Aus uns selbst können und brauchen wir keine Frucht bringen, die Kraft dazu kommt aus dem Weinstock, aber dafür ist eine gute Verbindung zum Weinstock, zu Jesus, Voraussetzung. Wir wollen in ihm bleiben, doch wenn es uns einmal nicht gelingt – wie bei Petrus, der Jesus verleugnete – , dann bleibt er doch bei uns. Das Wort Gottes reinigt uns, wir müssen es allerdings aufnehmen.
Bischof Hepp ging auf die Früchte ein: Woran sieht man das Wesen Jesu? Vergeben, wie Jesus vergeben hat; Friedenstifter sein, wie er den Frieden brachte ... – dann werden die Früchte des Geistes wahrnehmbar, die in Galater 5, Vers 22, aufgezählt werden.
Zur Freude der anwesenden Gemeinden ordinierte Apostel Sargant Priester Philipp Neumeier und Diakon Tim Straßer für Rosenheim und Diakonin Carmen Schultes für Trostberg.
Und so bleiben wir in freudiger Erwartung unseres Bezirksapostels, der seinen Besuch baldmöglichst nachholen möchte.