Spiel, Musik, gemeinsame Mahlzeiten und ein Gottesdienst rund um das Thema Gebet – das war das Kinderwochenende des Bezirks Rosenheim, das vom 19. bis 20. September 2026 in Prien am Chiemsee stattfand.
Ankommen und Gemeinschaft erleben
Am Samstagvormittag trafen die Kinder und ihre Familien nach und nach auf dem Gelände ein. Gemeinsam wurden zunächst die Zelte für die bevorstehende Nacht aufgebaut. Anschließend stärkten sich alle bei einem Weißwurstfrühstück. Danach blieb genügend Zeit zum Spielen, Toben und Kennenlernen. Gerade diese ungeplanten Momente boten den Kindern Gelegenheit, miteinander Zeit zu verbringen und neue Kontakte zu knüpfen.
Hoch hinaus beim Feuerwehrfest
Am frühen Nachmittag machte sich die Gruppe auf den Weg zu einem nahegelegenen Feuerwehrfest. Dort warteten verschiedene Hüpfburgen und Mitmach-Stationen auf die Kinder. Besonders gefragt war die Fahrt mit der Drehleiter. Für viele Kinder ging es dabei hoch hinaus und der Blick über die Umgebung sorgte für Begeisterung. Zurück auf dem Gelände warteten bereits Kaffee und Kuchen auf die Gruppe.
Musik, Basteln und Tischkicker
Am Nachmittag begannen auch die musikalischen Vorbereitungen für den Gottesdienst am Sonntag. Gemeinsam probte der Kinderchor die vorgesehenen Lieder. Parallel dazu konnten die Kinder basteln und spielen. Besonders großer Beliebtheit erfreute sich der Tischkicker, der während des Nachmittags kaum einmal unbesetzt blieb. Pizza nach Wunsch und Abend am Lagerfeuer. Zum Abendessen gab es frisch gebackene Pizza. Jedes Kind konnte selbst entscheiden, wie die eigene Pizza belegt werden sollte. Das Angebot kam gut an: Am Ende war kein Stück mehr übrig. Mit Einbruch der Dunkelheit versammelte sich die Gruppe am Lagerfeuer. Für die Kinder ging damit ein ereignisreicher Tag langsam zu Ende. Während sie nach und nach ihre Zelte aufsuchten, nutzten die Erwachsenen die Gelegenheit für Gespräche am Feuer.
Überraschungsgäste am Sonntagmorgen
Der Sonntag begann mit einem gemeinsamen Frühstück. Gleichzeitig liefen die letzten Vorbereitungen für den Gottesdienst. Für eine unerwartete Begegnung sorgten einige Urlauber und Gemeindemitglieder, die zum regulären Sonntagsgottesdienst gekommen waren und vom Kinderwochenende nichts gewusst hatten. Einige von ihnen blieben noch auf einen Kaffee und kamen mit den Teilnehmern ins Gespräch. So begann der Sonntag mit einer spontanen und herzlichen Begegnung.
„Herr, lehre uns beten!“
Um 11 Uhr begann der Kindergottesdienst mit Priester Böhme. Im Mittelpunkt stand ein Wort aus Lukas 11,1: „Herr, lehre uns beten!“ Passend dazu beschäftigte sich der Gottesdienst mit der Frage, welche Bedeutung das Gebet im Alltag hat. Die Kinder wurden durch Fragen und Gespräche aktiv einbezogen. Dabei wurde deutlich: Mit Gott kann jeder sprechen – mit eigenen Worten, zu jeder Zeit und mit allem, was ihn bewegt.
Priesterin Sandig veranschaulichte das Thema mit dem Fünf-Finger-Gebet. Dabei steht jeder Finger der Hand für einen Gedanken, der im persönlichen Gebet Platz finden kann: Der Daumen erinnert an den Dank für alles, was gut gelungen ist. Der Zeigefinger steht für die Bitte um Wegweisung und Orientierung. Der Mittelfinger lenkt den Blick auf das Verhältnis zu anderen Menschen und auf die Frage, ob eine Entschuldigung oder Versöhnung notwendig ist. Der Ringfinger erinnert an die Fürbitte für andere Menschen. Der kleine Finger schließlich steht für die eigenen Anliegen, Sorgen und Wünsche.
Priester Sargant vertiefte das Thema des Gottesdienstes und vermittelte den Kindern auf anschauliche Weise die Bedeutung und Kraft des Gebets.
Gemeinsamer Abschluss
Nach dem Gottesdienst stärkten sich alle bei Schnitzel-Burgern. Anschließend war noch einmal Teamarbeit gefragt: Gemeinsam wurden die Zelte abgebaut, aufgeräumt und das Gelände sauber hinterlassen. Nach zwei abwechslungsreichen Tagen machten sich die Kinder und ihre Familien schließlich auf den Heimweg. Zurück blieben viele gemeinsame Erlebnisse und die Erinnerung an ein Wochenende, bei dem Spiel und Spaß ebenso ihren Platz hatten wie Gemeinschaft, Glaube und Gebet.
Bericht und Fotos: Rita Sandig und Torsten Böhme