Am Sonntag, 6. Juli 2025, fand das diesjährige Gemeindefest der Gemeinde Prien am Chiemsee statt – direkt im Anschluss an den Gottesdienst zum Gedenken an die Entschlafenen. Auch wenn ein Fest nach einem solchen Gottesdienst auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinen mag, so war doch deutlich spürbar: Es war ein Tag der Hoffnung, der Gemeinschaft – und der Freude.
Der Gottesdienst stand unter dem Bibelwort aus Römer 3, 22b–23:
„Denn es ist hier kein Unterschied: Sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie vor Gott haben sollen.“
Diese Verse machen deutlich: Alle Menschen – ob im Diesseits oder im Jenseits – bedürfen der Gnade Jesu Christi. Der Glaube an Jesus, das Empfangen der Sakramente, die Vergebung der Sünden und das Ausrichten des Lebens an seiner Lehre sind die Voraussetzungen für Erlösung.
Mit dieser Zuversicht wurde auch daran erinnert, dass Seelen in der jenseitigen Welt die Sakramente empfangen dürfen – ein wahrhaft feierlicher Anlass! Wären Taufen oder Versiegelungen in der sichtbaren Gemeinde erfolgt, hätten wir gemeinsam gefeiert. Warum also nicht auch an diesem Tag der Gnade und Liebe Gottes ein fröhliches Miteinander pflegen?
Gemeinschaft bei Sonnenschein
Nach dem Gottesdienst nutzten viele die Gelegenheit, bei strahlendem Sommerwetter ins Gespräch zu kommen und Gemeinschaft zu erleben. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt: Herzhaftes vom Grill, feine Salate, leckere Kuchen – und als Erfrischung bei sommerlichen Temperaturen: Eis in verschiedenen Sorten, das besonders bei den kleinen Gästen gut ankam.
Dass vieles so gut gelang, war kein Zufall. Im Vorfeld wurde viel für ein schönes Miteinander gebetet – und so erlebten wir auch bewusst und mit Freude: Die ersten Regentropfen fielen erst, als alles längst aufgeräumt war.
Ein Tag, der verbindet
So wurde dieser Sonntag zu einem besonderen Festtag – getragen von Trost, Glauben und der Freude aneinander. Ein Zeichen dafür, dass gelebte Gemeinschaft nicht an den Grenzen dieser Welt endet, sondern durch die Liebe Christi weit darüber hinaus reicht.
Bericht und Fotos: Rita Sandig