„Konfirmation erlebt man nur einmal im Leben“ waren die Worte unseres Gemeindevorstehers Heinz-Peter Hungbaur zu Beginn des Gottesdienstes am Sonntag, 27. April 2025. Das unterstreicht die Besonderheit dieses Geschehens für unsere Konfirmanden und auch für die Gemeinde.
Drei junge Christen haben sich dieses Mal auf ihr Treueversprechen gegenüber unserem Gott und den Empfang seines besonderen Segens vorbereitet: Lucas Friedrich, David Götz und Anton Kapser. Weil sie sich am Ostersonntag die Bibellesung teilten, hat unser Vorsteher sie damit auch nochmal für alle vorgestellt.
So war die Gemeinde in froher Erwartung, der Altar festlich geschmückt und insgesamt schon vor dem Gottesdienst eine freudige Stimmung zu fühlen.
Der Konfirmationsgottesdienst steht in diesem Jahr unter dem Bibelwort aus Philipper 2, Vers 4:
„Und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient.“
Dieses zeigt eine zentrale persönliche Aufgabe aller Christen auf. Die fängt damit an, unsere Beziehung zu unserem Gott zu klären und sich bewusst zu machen. Kann ich Gott erkennen, unsere Geschichte in Zweisamkeit? Jesus sagte dazu: Ich bin bei euch alle Tage.
Wir erleben nicht nur die uneingeschränkte Liebe Jesu Christi, sondern sein Handeln ist für uns Christen auch Maßstab und Orientierung, führte unser Vorsteher weiter aus. Dies zeigt sich beispielsweise an unserem Umgang mit Fehlern unserer Mitmenschen. Wir wollen nicht unsere Energie im Verurteilen verschwenden, sondern helfen und vergeben, Friedensboten sein. Um den Nächsten zu lieben, wie es das Gebot Jesu lehrt, müssen wir zunächst mit uns selbst ins Reine kommen und können dann ihn oder sie so behandeln, wie wir selbst behandelt werden möchten.
Das Ziel aller Christen ist die ewige Gemeinschaft mit unserem Gott. Dann sind alle vollkommen, es gibt keinen Neid, nichts Belastendes mehr.
Im Predigtbeitrag stellte Priester Timo Skora fest, dass christliche Werte heute vielfach belächelt werden, aber sie bereichern unser Leben. Gutes zu tun, wie es das Motto dieses Jahres ist, bringt auch selbst Freude und Gewinn.
In der Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl wies unser Vorsteher darauf hin, dass jeder ja unterschiedliche Gaben hat. Lasst uns so miteinander das Leben besser machen! Christsein ist etwas sehr Pragmatisches.
Vor dem Altar sprachen die drei jungen Brüder dann das Gelübde und empfingen des Segen zu ihrer Konfirmation. Ein Jahr lang hatten sie sich mit der Diakonin Rita Sandig aus Prien auf diese bedeutenden Augenblicke vorbereitet.
Nun ist es an uns alle, die drei herzlich in die Gemeinde zu integrieren, wie es Priester Skora in seinem Predigtbeitrag unterstrichen hat.
Bericht: Doris und Rüdiger Boll, Fotos: Harald Löser